Wissenstransfer - kritisches Know-how in der Organisation halten.

Begleitung von Führungskräften, FachspezialistInnen und ProjektleiterInnen dabei, ihr Erfahrungswissen gezielt an NachfolgerInnen und Teams zu übergeben. In moderierten Transfergesprächen wird sowohl implizites als auch explizites Wissen besprechbar gemacht, das sonst größtenteils in den Köpfen verborgen bleibt – wie Netzwerke, begangene Fehler, Erfolge …

Warum systematischer Wissenstransfer immer wichtiger wird

Wenn Schlüsselpersonen gehen, sollte ihr Wissen in der Organisation verbleiben.

In vielen Organisationen steckt entscheidendes Know-how in den Köpfen weniger erfahrener MitarbeiterInnen, nicht in Systemen. Wenn diese Menschen das Unternehmen verlassen oder in Rente gehen, entstehen Lücken die gerade bei impliziten Wissensteilen schwer zu füllen sind. Bis 2036 gehen in Deutschland rund 20 Millionen Menschen in den Ruhestand. Wer kritisches Wissen nicht frühzeitig sichert und schützt, riskiert Kompetenzverlust und direkte Auswirkungen auf Qualität, Sicherheit und Kundenbeziehungen.

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ArbeitnehmerInnen gehen bis 2036 in Rente und mit ihnen wichtiges Erfahrungswissen.

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der Arbeitszeit pro Tag können durch ineffiziente Informationssuche verloren gehen.

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des kritischen Know-hows stecken in den Köpfen der ArbeitnehmerInnen, nicht in Dokumenten.

Unser Ablauf

Wissenstransfer als moderierter Dialog statt reine Dokumentenablage.

Wissenstransfer ist für uns die zielgerichtete Übertragung von Wissen eines oder mehrerer Wissensgebebenden auf einen oder mehreren  Wissensnehmenden mit besonderem Fokus auf Erfahrungswissen. Damit Wissen nicht nur „gesammelt“, sondern tatsächlich übergeben und anwendbar wird, schaffen wir einen moderierten Dialograum. Wir strukturieren die Themen, stellen die Fragen, die im Alltag oft fehlen, und übersetzen Erkenntnisse gemeinsam in konkrete nächste Schritte.

Jeder Wissenstransferprozess folgt dabei einer klaren Struktur, die jeweils auf Ihre Organisation und Ihre Mitarbeitenden angepasst wird. Im Mittelpunkt stehen 4 Bausteine (Bausteinemodell nach Probst): Wissen identifizieren, Wissen bewahren, Wissen verteilen und Wissen nutzen.

Wissenslandkarte

Das relevante Wissen wird in einer Wissenslandkarte strukturiert. Sie visualisiert Themen, macht Zusammenhänge sichtbar und gibt dem gesamten Übergabeprozess einen klaren roten Faden..

Aktiver Transfer

Moderierte Transfergespräche wechseln sich mit selbstgesteuerten Zwischentransfertreffen ab. Dadurch wird Wissen nicht nur besprochen, sondern vertieft und direkt im Arbeitsalltag angewendet.

Moderierte Übergaben

Transfergespräche werden moderiert und durch gezielte Fragen begleitet, die Erfahrungswissen zugänglich machen. So entsteht ein vertrauensvoller Raum, in dem persönliche Einschätzungen sowie „Lessons Learned“ offen geteilt werden können.

Nachhaltige Verankerung

Ergebnisse, Entscheidungen und offene Punkte werden fortlaufend dokumentiert. Am Ende steht ein klarer Überblick mit konkreten nächsten Schritten, sodass Wissen dauerhaft im Unternehmen bleibt.

Formate, Dauer & Rahmenbedingungen

Wie viel Zeit ein Wissenstransfer braucht und was Sie dafür bekommen.

Im Standardfall wird ein Wissenstransfer über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten begleitet. So bleibt zwischen den Terminen ausreichend Zeit, um neues Wissen im Alltag zu erproben. Pro Person wird mit einem ungefähren Arbeitsaufwand von drei Arbeitstagen für das strukturierte Abgeben beziehungsweise Aufnehmen des Wissens kalkuliert. Für die Moderation und Prozessbegleitung werden in der Regel etwa drei Beratungstage angesetzt. Alle Schritte lassen sich vor Ort, online oder hybrid durchführen.

Aus der Praxis

Wissenssicherung bei Führungsnachfolge in einem technischen Bereich.

Bei einem kommunalen Energieversorger stand eine langjährige Führungskraft kurz vor dem Ruhestand. Sie war zentral verantwortlich für die Netzsteuerung- bei zugleich kaum dokumentierten Prozessen und Entscheidungslogiken. Zur Gewährleistung dauerhafter Handlungsfähigkeit begleitete Sell CT einen strukturierten Wissenstransfer über einen Zeitraum von fünf Monaten.

Mithilfe einer Wissenslandkarte wurden alle relevanten Wissensbereiche sichtbar, ließen sich priorisieren und anschließend in moderierten Transfergesprächen übermitteln. Die neue Führungskraft konnte schrittweise Verantwortung übernehmen, während das Tagesgeschäft stabil blieb.

Ihr Mehrwert

Was ein strukturierter Wissenstransfer für Ihre Organisation bewirkt.

Wissenssicherung

Kritisches Erfahrungswissen bleibt in der Organisation und steht NachfolgerInnen sowie relevanten Bereichen strukturiert zur Verfügung.

Schneller Start

Einarbeitungszeiten verkürzen sich, neue Mitarbeitende werden schneller handlungsfähig und wichtige Wissensinhalte gehen nicht verloren.

Fehlerminimierung

Fehler und Fehlentscheidungen nehmen ab, Abläufe werden stabiler und sicherer.

Transparenz

Wissensmonopole werden reduziert sowie Verantwortlichkeiten klarer und transparenter.

Wertschätzung

WissensgeberInnen erleben Anerkennung ihrer Arbeitsleistung und können ihr Wissen strukturiert und geordnet übergeben.

Aus der Praxis

Wissenstransfer bei Expertennachfolge.

Bei einer öffentlichen Einrichtung wechselte eine langjährige Spezialistin für Arbeitsrecht intern den Bereich. Vieles war bereits dokumentiert und prozessual beschrieben – zugleich lag ein großer Teil des relevanten Wissens als implizites Erfahrungswissen vor, speziell rund um Verhandlungen und Vertragsgestaltung.

Mittels Wissenslandkarte ließen sich Wissensbereiche sichtbar machen und strukturiert abbilden. Nach anschließender Priorisierung durch die Abteilungsleitung wurde das Wissen gezielt auf das Team plus Nachfolge verteilt.

FAQs

Typische Fragen, bevor wir einen Wissenstransfer starten.

Für welche Situationen ist ein begleiteter Wissenstransfer besonders sinnvoll?

Immer dann, wenn singuläres Wissen droht, zusammen mit den Mitarbeitenden droht, das Unternehmen zu verlassen. Auch wenn Führungskräfte die Organisation verlassen oder den Bereich wechseln, empfehlen wir einen strukturierten Wissenstransfer, um möglichst viel kostbares Wissen für die Organisation zu sichern.

Der dialogorientierte Wissenstransfer bezieht sich primär auf das implizite Wissen der WissensgeberInnen. Gerade implizite Anteile lassen sich am besten im Gespräch von Mensch zu Mensch übertragen. Für explizites Wissen können durchaus auch digital-orientierte Lösungen genutzt werden.

Die Zeitplanung hängt von der Organisation und den handelnden Personen ab und ist ganz unterschiedlich. Grundsätzlich planen wird mit einer reinen Durchführungszeit von 3 Monaten g. Werden Krankheit, betriebsbedingte Ausfälle und Urlaub mitberücksichtigt, ist eine Planungszeit von bis zu 6 Monaten realistisch und praxisnah. Bei zusätzlich strukturierter Verantwortungsübergabe sollten bis zu neun Monate kalkuliert werden.

Grundsätzlich ist ein Wissenstransferprozess rein digital als auch rein in Präsenz möglich. Unsere Empfehlung ist, hybrid zu arbeiten, um für den dialogorientierten Prozess die benötigte Vertrauensbasis zu schaffen, was vor Ort meist zielführender ist. Mit dem Präsenzteil zu starten, erweist sich dabei als hilfreich. Für Remote-Teams ist selbstverständlich auch eine rein digitale Form möglich.

Den Teilnehmenden wird strikte Vertraulichkeit zugesichert. Erst nach Freigabe der Inhalte durch die Wissensgebenden sowie Wissensnehmenden werden die entsprechenden Daten mit weiteren Prozessbeteiligten geteilt. Dies gewährleistet ein hohes Maß an Vertraulichkeit, ähnlich wie in einem Coaching-Prozess.

Das lässt sich pauschal nicht beantworten, denn der Prozess hängt immer von der Organisation und den Beteiligten ab. Der Ansatz lautet „Wissenstransfer ist Führungsaufgabe“, sodass die endgültige Entscheidung bei der Führungskraft liegt. Häufig wird folgende Frage gestellt: Wenn aufgrund eines fehlenden Wissenstransfers ein Fehler auftritt, wie hoch ist der mögliche Schaden? Dies ermöglicht Führungskräften eine grobe Einschätzung, ob der Aufwand für einen Wissenstransfer gerechtfertigt ist. Die Anzahl der Personen ist grundsätzlich frei wählbar, liegt jedoch in der Regel zwischen ein und drei Wissensnehmenden beziehungsweise Wissensgebenden.

Ja, das ist nicht nur möglich, sondern auch empfehlenswert. Im Piloten können Personalbereich und Führungskräfte das Verfahren relativ einfach testen und die Kompatibilität mit der Organisation prüfen. Die Kosten bleiben dabei überschaubar.

Was KundInnen & TeilnehmerInnen über uns sagen